Der nonverbalen Kommunikation kommt aus meiner Sicht fast genauso viel Bedeutung zu wie unseren Worten. Daher lohnt es sich, von Zeit zu Zeit dazu kurze Schulungen zu geben und sich die wichtigsten Maßnahmen hinsichtlich einer überzeugenden Körperhaltung vor Augen zu halten. Die Übersicht fasst zunächst mögliche Interpretationen der Körpersprache zusammen, die in der Kommunikation mit unseren Mitmenschen typisch sind.
So können Sie reagieren
Seien Sie sich Ihrer und der Körpersprache Ihrer Mitmenschen bewusst. Das wird so manche Situation entschärfen und Ihnen in Ihrem Berufsleben in vielen Lagen helfen. Folgende typische Situationen können Sie damit beispielsweise meistern:
- Ihr Gesprächspartner hat eine geschlossene Haltung: Zunächst einmal ist es wichtig, dass eine geschlossene Körperhaltung zwar die in der Übersicht dargestellten Interpretationen ermöglicht, jedoch auch anders ausgelegt werden kann. Vielleicht ist der Mensch gar nicht abweisend, sondern nachdenklich. Grundsätzlich hilft bei optisch verschlossenen Menschen, wenn Sie selber durch Ihre Körpersprache Offenheit ausdrücken, also bewusst eine offene Körperhaltung einnehmen. Sie können auch versuchen, Ihren Gesprächspartner in eine offene Haltung zu bringen. Das können Sie durch einen Ortswechsel erreichen oder indem Sie die Sitzordnung ändern. Regen Sie an, dass Ihr Gesprächspartner seine Haltung auflöst. Dazu können Sie z. B. eine Feedbackrunde im Stehen vorschlagen.
- Die Augen ruhen auf Ihnen, während Sie gehen: Wie Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz bewegen, wird unbewusst oder bewusst wahrgenommen. Insbesondere hektische Bewegungen können Unruhe um Sie herum auslösen. Versuchen Sie, immer mittelgroße, also nicht zu ausladende, und schnelle, aber keine hektischen Schritte zu machen. Damit strahlen Sie Ruhe, jedoch auch Kraft aus. Insbesondere in Settings, in denen sich Pflegekunden mit kognitiven Beeinträchtigungen aufhalten, gehen Sie damit buchstäblich mit gutem Beispiel voran.
- Sie sind im direkten Gespräch: Signalisieren Sie mit Ihrer Mimik und Gestik Offenheit gegenüber Ihren Gesprächspartnern. Damit drücken Sie aus, dass Sie sich auf Ihren Gesprächspartner einlassen möchten. Vermeiden Sie schnelle oder hektische Bewegungen.
- Sie geben jemandem die Hand: Nicht umsonst heißt es, der Händedruck sei wie eine Visitenkarte. Inzwischen sind wir auch fast überall wieder zum Händeschütteln übergegangen, nachdem die Pandemie uns daran ja lange gehindert hat. Mit einer guten Händehygiene spricht aus meiner Sicht auch nichts gegen diese persönliche Form der Begrüßung. Achten Sie auf einen kräftigen Händedruck, brechen Sie jedoch niemandem die Hände oder quetschen Hände ein. Wenn Sie Ihrerseits damit konfrontiert werden, dürfen Sie gerne eine kurze Bemerkung dazu machen.
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