Schlafstörungen sind ein häufiges Symptom in der Palliativversorgung. Diese können als sehr quälend erlebt werden. Mitunter haben Schlafstörungen auch Einfluss auf den Alltag, z. B. Konzentrationsstörungen oder Tagesschläfrigkeit. Ihr Nahziel sollte also sein, für einen erholsamen Schlaf Ihrer Pflegekunden zu sorgen.
Im 1. Schritt sollten Sie die Ursachen erforschen. Bedenken Sie, dass belastende körperliche und seelische Symptome einen direkten Einfluss auf den Schlaf haben können. Dieses gilt aber auch umgekehrt, denn Schlafstörungen wirken wiederum auf den Körper zurück. Insbesondere Schmerzen, Übelkeit oder Juckreiz sollten bei Schlafstörungen vermutet werden. Nicht weniger wichtig sind aber ebenso die seelischen Belastungen, z. B. Zukunftssorgen. Hier kann es sinnvoll sein, dass Sie einen Seelsorger oder einen Sozialarbeiter in die Behandlung einbeziehen, sofern der zu Pflegende dies wünscht.
Erheben Sie die Sicht des Betroffenen
Bevor Sie entsprechende Maßnahmen für den zu Pflegenden in die Wege leiten, sollten Sie seine Sicht auf die Schlafstörungen erheben. Erfragen Sie bei ihm, wie quälend er dieses Symptom wahrnimmt. Schon einfache Fragen können bei der Analyse der Schlafstörungen behilflich sein (siehe Kasten).
Testen Sie jetzt „Palliativpflege heute“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für die Begleitung, Betreuung und Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen!
Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.