Eine Angehörige besucht ihren Vater im Wohnbereich. Plötzlich kommt ein anderer Pflegekunde ungefragt in das Zimmer. Sichtlich desorientiert beginnt er, Dinge anzufassen. Die Zugehörige reagiert verärgert, wird laut und fordert, dass so etwas unterbunden wird. Für Sie als Pflegende ist das Berufsalltag – für Familienmitglieder hingegen oft eine irritierende und schwer nachvollziehbare Situation. Genau hier zeigt sich, wie wichtig es ist, das Krankheitsbild Demenz zu verstehen und dieses Wissen auch verständlich weitergeben zu können.
Darum wird das Verhalten oft falsch verstanden
Sie als Pflegeprofi wissen, dass Menschen mit Demenz Dinge tun, die auf andere Personen störend wirken können. Die Betroffenen können Regeln des Zusammenlebens häufig nicht mehr einhalten und die Grenzen zwischen „Deins und meins“ verschwimmen dabei. Die Impulskontrolle geht mitunter verloren, ebenso wie die Orientierung, und damit auch die Fähigkeit, Situationen richtig einzuordnen.
Ihnen ist aber bei all den Herausforderungen, die die Arbeit mit Menschen mit Demenz mitbringen kann, ebenso klar: Das Verhalten passiert in der Regel nicht absichtlich. Es ist Ausdruck des Krankheitsbilds. Oft stecken folgende Dinge dahinter:
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