Angehörigenabende zu gestalten ist aufwendig, jedoch sehr wirksam. Sie können damit den Austausch untereinander fördern, informieren, Konflikten vorbeugen und die Vorschläge der Angehörigen gut einbinden. Der persönliche Austausch ist in der Regel effektiver als die Kommunikation z. B. über ein Schwarzes Brett. So ganz nebenbei können Sie die Abende auch für eine Befragung nutzen. Ebenso sind theoretische Inputs, z. B. zum Umgang mit Demenzerkrankten, auf Angehörigenabenden gut platziert. Auch ambulant können Sie Angehörigenabende anbieten, dies ist zwar in der Praxis eher unüblich, jedoch genauso sinnvoll. Es stellen sich zunächst einige Fragen:
1. Wie oft sind Angehörigenabende sinnvoll?
Ich sehe in der Praxis hier sehr unterschiedliche Intervalle. Meine persönliche Meinung ist, dass Angehörigenabende pro Quartal sinnvoll sind. Wenn Sie wenig Fluktuation bei den Pflegekunden haben und auch geringe konzeptionelle Veränderungen, kann auch ein halbjährlicher Rhythmus gut sein.
2. Wer sollte dabei sein?
Angehörige wollen auch die Leitung sehen. Das heißt, die PDL, Sie als Qualitätsbeauftragte und die mittlere Führungsebene, z. B. Wohnbereichsleitung oder Teamleitung, sollten dabei sein. Und natürlich stationär auch die Einrichtungsleitung.
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