Selbstmanagement Führungskräfte

SOFORTPROGRAMM: 5 TIPPS GEGEN IHRE ÜBERLASTUNG

Kommt es Ihnen manchmal auch so vor, als wären Sie für alles und jeden in Ihrer Einrichtung zuständig? Ständig steht jemand an der Tür und möchte etwas von Ihnen. Das […]

Marcel Faißt

01.09.2024 · 4 Min Lesezeit

Kommt es Ihnen manchmal auch so vor, als wären Sie für alles und jeden in Ihrer Einrichtung zuständig? Ständig steht jemand an der Tür und möchte etwas von Ihnen. Das ist einerseits gut, da Ihr Rat gefragt ist. Beugen Sie einem Burn-out vor!

Deswegen ist es wichtig, dass Sie auch in der Lage sind, ab und an Grenzen zu ziehen und deutlich zu machen, wel­cher Themen Sie sich annehmen und welcher nicht. Ich erlebe selbst immer wieder folgende Situationen:

Praxisbeispiel

Im Haus „Südheim“ ist es seit vielen Jahren üblich, dass die PDL als Notnagel für alles gilt. Bekommen die Wohnbereichsleitungen ihre Dienstpläne nicht fertig, dann sitzt die PDL noch gegen Ende des Monats in der Nacht am PC und bastelt die Dienste für den Folgemonat zusammen. Wenn mal wieder Not am Mann ist, ist es für alle Mitarbeiter selbstverständlich, dass man die PDL an­rufen kann – und diese dann auch einspringt. Als Elisabeth Grau, langjährige PDL der Einrichtung, in den Ruhestand geht, übernimmt die neue Kollegin Tina Dressler ihre Lei­tungsstelle. Frau Dressler missfällt dieser Arbeitsstil abso­lut, und sie beendet diese permanenten „Einspringdienste“ sofort. Zunächst sind die Mitarbeiter fassungslos. Nach einigen Monaten ist aber allen klar, dass die PDL eben nicht der Notnagel für alles und jeden ist. Frau Dressler hat erfolgreich Grenzen gesetzt und kann sich nun um ihre originären Aufgaben kümmern.

WIE KOMMT MAN AUS DEM HAMSTERRAD HERAUS?

Vielleicht haben Sie sich in dem Beispiel wiedererkannt. Sind Sie eher der Typ „Elisabeth Grau“ oder eher der Typ „Tina Dressler“? Sicherlich haben beide Führungstypen ihre Vorzüge. Und sicherlich sind einzelne Herangehens­weisen der beiden Typen im passenden Moment auch richtig und führen nicht zu einer Überlastung. Aber eines ist sicher: Entweder hatte Elisabeth Grau kein Privatle­ben und keine Hobbys (weswegen sie auch ständig alles in der Arbeit Anfallende kompensieren konnte), oder sie hat unter der Situation auch gelitten. Es besteht sogar die große Gefahr, dass ein solcher Führungstyp irgendwann im Burn-out landet. Doch wie kommt man aus diesem Hamsterrad heraus? Es klingt so einfach: Indem man übt, einfach auch mal Nein zu sagen. Was Ihnen dabei grund­sätzlich schon mal weiterhilft: Als Führungskraft dürfen Sie auch Nein sagen und Aufgaben an Mitarbeiter de­legieren. Und aus Ihrem eigenen Arbeitskontext wissen Sie vielleicht auch: Führungskräfte, die Grenzen ziehen und nicht jeden Ball annehmen, sind deutlich entspann­ter und werden aufgrund ihrer klaren Haltung auch eher respektiert.

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