„Ich arbeite als Praxisanleiterin bei einem ambulanten Pflegedienst. Meine PDL hat mich gestern gefragt, ob ich in Zukunft die komplette Verantwortung für unsere internen Fortbildungen übernehmen will. Sie meinte, in Kombination mit meiner Anleiter-Tätigkeit würde sich das gut anbieten und sie würde sich da auch total auf mich verlassen. Einerseits reizt mich die Zusatzaufgabe, andererseits habe ich aber auch Bedenken, dass ich jetzt das machen soll, was niemand sonst machen mag. Was raten Sie mir?“
Meine Antwort: Ich persönlich finde es immer schön, wenn man die Chance geboten bekommt, sich weiterzuentwickeln. Von daher empfehle ich Ihnen, das Angebot Ihrer Vorgesetzten anzunehmen, würde es aber vorab auch gut durchdenken. Sie schreiben, dass Sie Angst haben, eine ungeliebte Aufgabe zugeschustert zu bekommen. Horchen Sie da in sich hinein und überlegen Sie:
- Was genau veranlasst Sie zu dem negativen Gedanken?
- Ist der Bereich Fortbildung bei Ihrem ambulanten Dienst bisher ein Stiefkind und läuft nicht so richtig?
- Wenn ja: Was sind bis jetzt die Gründe dafür?
Nach einer solchen 1. Bestandsanalyse haben Sie einen guten Ausgangspunkt, um Ihre eigenen Ideen zu skizzieren. Fragen Sie sich: „Was genau brauche ich, um in Zukunft bei uns als Fortbildungsbeauftragte erfolgreich zu sein?“ Listen Sie Ihren Bedarf an Materialien, eigenem Budget, Planungs- und Gestaltungsfreiheit usw. kleinteilig auf und gehen Sie anschließend noch einmal mit der PDL ins Gespräch.

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