L E S E R F R A G E N

„Sollen wir Dickungsmittel bei Schluckstörungen einsetzen?“

Frage: „Wir versorgen eine Bewohnerin, die sich regelmäßig beim Trinken und Essen von Suppen verschluckt. Nun denken wir darüber nach, die flüssige Nahrung anzudicken. Einige Kollegen meinen aber, dass dies […]

Marcel Faißt

21.07.2026 · 1 Min Lesezeit

Frage: „Wir versorgen eine Bewohnerin, die sich regelmäßig beim Trinken und Essen von Suppen verschluckt. Nun denken wir darüber nach, die flüssige Nahrung anzudicken. Einige Kollegen meinen aber, dass dies die angebotenen Getränke oder Speisen eher unappetitlich macht. Macht es Sinn, Dickungsmittel einzusetzen?“ (Franziska M., Düsseldorf)

Antwort: Ja, es kann durchaus Sinn machen, gezielt Dickungsmittel einzusetzen. Tatsächlich verändern Dickungsmittel die Konsistenz der Flüssigkeiten. So kann bei einem Getränk unter Beimengung von Dickungsmitteln eine honigähnliche Konsistenz herbeigeführt werden, die auf den ersten Blick unappetitlich aussieht.

Bedenken Sie aber: Vielleicht ist das die einzige Möglichkeit, dass die Bewohnerin überhaupt noch gefahrlos Flüssigkeiten zu sich nehmen kann. Deswegen fragen Sie sie einfach, ob sie angedickte Getränke und Suppen mal probieren möchte. Kann sich die Bewohnerin nicht mehr äußern, achten Sie auf ihre Reaktion auf die angedickten Speisen. Schmeckt es ihr oder haben Sie den Eindruck, dass sie diese eher ablehnt?

Falls es keine Ablehnung gibt, kann der Einsatz von Dickungsmitteln sehr hilfreich sein. Wenn die Bewohnerin den Einsatz eher ablehnt, sollten Sie passierte Kost oder Breie anbieten.

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