Stürze und Sturzprophylaxe bei Menschen mit Demenz

Stark unterschätzt: Kennen Sie die psychischen Folgen von Stürzen?

Stürze gehören zu den größten Risiken im Alter – besonders für Menschen mit Demenz. Doch nicht nur die körperlichen Folgen sind gravierend: Häufig entwickelt sich eine anhaltende Sturzangst, die Mobilität, […]

Jochen Gust

29.09.2025 · 2 Min Lesezeit

Stürze gehören zu den größten Risiken im Alter – besonders für Menschen mit Demenz. Doch nicht nur die körperlichen Folgen sind gravierend: Häufig entwickelt sich eine anhaltende Sturzangst, die Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität stark einschränken kann. Pflegefachpersonen stehen hier vor der doppelten Herausforderung, sowohl körperliche als auch psychische Risikofaktoren im Blick zu behalten. Reagieren Sie professionell, um den Teufelskreis aus Sturzangst und erneuten Stürzen zu durchbrechen.

Angst als Risikofaktor

Stürze im Alter sind nicht nur ein physisches Ereignis – sie hinterlassen oft auch tiefe Spuren in der Psyche. Viele ältere Menschen entwickeln nach einem Sturz eine ausgeprägte Angst vor weiteren Stürzen, selbst wenn sie sich dabei keine schwerwiegenden Verletzungen zugezogen haben. Diese Angst kann schnell zur chronischen Belastung werden – mit weitreichenden Folgen, denen Sie als Pflegefachperson entgegenwirken müssen.

Studien zur Sturzangst

Laut einer Übersichtsarbeit von Delbaere et al. (2010) liegt die Prävalenz von Angst vor Stürzen bei älteren

Menschen bei 30 bis 50 %, unabhängig davon, ob ein Sturz tatsächlich stattgefunden hat. Eine prospektive Studie von Zijlstra et al. (2007) zeigte, dass Personen mit sturzbezogener Angst ein 1,5- bis 2-fach erhöhtes Risiko für weitere Stürze aufweisen – unabhängig von physischen Einschränkungen.

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