Das Therapeutische Gammeln passt wunderbar zum nationalen Expertenstandard „Demenz und Beziehungsgestaltung“. Hierin wird nämlich eine personzentrierte Haltung gefordert. Das meint, dass die Bedarfslage des zu Pflegenden mit Demenz in den Mittelpunkt gestellt werden soll.
In diesem Zusammenhang ist der Expertenstandard sogar vorsichtig politisch formuliert, denn er fordert eine klare personzentrierte Arbeit mit den Betroffenen, wohl wissend, dass diese innerhalb der aktuellen Rahmenbedingungen kaum umsetzbar ist. Eigentlich ist es ja den versorgten und gepflegten Menschen mit Demenz ziemlich egal, ob es einen Pflegenotstand gibt und was dessen politische Ursachen sind. Sie wünschen sich Respekt, einen würdevollen Umgang und eine personzentrierte Ausrichtung der Pflege- und Versorgungsstrukturen – koste es, was es wolle.
Ist das denn bezahlbar?
Genau hierin liegt ein scheinbares Dilemma des Expertenstandards: Es wird etwas gefordert, ohne dass darauf geachtet wird, ob dieses auch bezahlbar bzw. unter den aktuellen Bedingungen zu leisten ist! Der Expertenstandard schaut nicht auf vorhandene finanzielle Ressourcen im Gesundheitswesen, um dann abzuwägen, was hiermit machbar ist, sondern er fordert das ein, was Personen mit Demenz benötigen – und das ist richtig!
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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.