Erfolgreiche Kommunikation mit Pflegekunden und Angehörigen

Überhöhte Erwartungen: Diese 4 Tipps helfen

Gerade im stationären Bereich haben die privaten Zuzahlungen mittlerweile utopische Höhen erreicht. Kein Wunder, wenn die Pflegekunden und Angehörigen dann auch mindestens Sechs-Sterne-Plus-Leistungen erwarten! Wir Pflegefachkräfte an der Basis wissen […]

Nicole Ott

15.06.2026 · 2 Min Lesezeit

Gerade im stationären Bereich haben die privaten Zuzahlungen mittlerweile utopische Höhen erreicht. Kein Wunder, wenn die Pflegekunden und Angehörigen dann auch mindestens Sechs-Sterne-Plus-Leistungen erwarten! Wir Pflegefachkräfte an der Basis wissen aber: Genau diese werden sie aktuell nicht bekommen.

Letzten Mittwoch habe ich die Pflegesatzverhandlungen einer stationären Einrichtung in Hessen abgeschlossen. Ergebnis: Der Heimplatz mit dem Pflegegrad 5 und einer kognitiven Erkrankung (in diesem Bundesland kann man einen gewissen „Demenz-Zuschlag mitverhandeln) kostet in Zukunft 7.900 € im Monat! Fragen Sie sich selbst: Können wir solche Rekordpreise noch irgendjemandem wirklich erklären? Das ist nicht mehr möglich, nicht wahr?

Ich garantiere Ihnen: Jeder zu Pflegende und jeder Angehörige wird die Zahlen ganz genau im Kopf haben. Vor Ort trifft er dann auf die Realität: Unterbesetzte Teams, teilweise wenig qualifizierte Mitarbeiter, Sprach und Verständnisbarrieren. Dann fragt er sich verständlicherweise z. B.: „Und dafür zahle ich 5.000 € im Monat zu!?“ Das kann jeder von uns nachvollziehen. Und doch: Wir können derzeit nur das leisten, was mit unseren knappen Ressourcen möglich ist.

Erwartungshaltungen versus Realität

Gerade in der Kommunikation ist das eine Herausforderung. Bedenken Sie immer: Pflegekunden und Angehörige, die zum ersten Mal mit dem Thema „Pflegebedürftigkeit“ konfrontiert werden, kennen weder unsere Abläufe in den ambulanten Diensten und Heimen noch die tägliche Realität, in der wir Pflegefachkräfte uns bewegen. Sie haben aber aufgrund der Preise Erwartungshaltungen.

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