THEMENHEFT: THERAPEUTISCHES GAMMELN

Überzeugende Argumente für das Therapeutische Gammeln

Das Pflegeversicherungsgesetz ist voll von Formulierungen wie z. B. „Aktivieren“, „Rehabilitieren“, „Mobilisieren“ oder „Motivieren“. Hieraus wird dann abgeleitet, dass der alte Mensch aktiviert werden soll oder mitunter auch aktiviert werden […]

Michaela Funk

24.03.2025 · 3 Min Lesezeit

Das Pflegeversicherungsgesetz ist voll von Formulierungen wie z. B. „Aktivieren“, „Rehabilitieren“, „Mobilisieren“ oder „Motivieren“. Hieraus wird dann abgeleitet, dass der alte Mensch aktiviert werden soll oder mitunter auch aktiviert werden muss!

Aber ist das so? Wer legt diese Leitsätze und Prinzipien fest? Und vor allem: Ist diese Theorie auf Menschen mit (fortgeschrittener) Demenz übertragbar?

Aus der Demenzforschung ist bekannt, dass viele Menschen mit Demenz voll sind mit Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit. Dieses Gefühlschaos kann sicherlich nicht durch Aktivität kompensiert werden, sondern durch Bekanntes, einen schützenden Rückzug und vertraute Personen, die den alten Menschen so akzeptieren, wie er ist. Für eine palliative Sicht ist es daher wichtig, Maßnahmen aus der Perspektive des Betroffenen einzuschätzen.

Aktivieren macht glücklich! Ist das so?

Die ursprüngliche Fassung der Aktivitätstheorie stammt aus dem Jahr 1953. Verkürzt formuliert lautet dieser Theorieansatz: Der alte Mensch ist dann glücklich und zufrieden, wenn er aktiv ist bzw. aktiv sein kann.

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Jede Ausgabe zeigt Ihnen Wege für eine würdevolle Pflege und Betreuung von Menschen auf, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden. Auf der Basis von Respekt gegenüber dem Leben und der Autonomie des Menschen erfahren Sie regelmäßig, wie Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe mit Kompetenz, Wahrhaftigkeit und Einfühlungsvermögen durchführen.