Jede 4. Frau und jeder 8. Mann in Deutschland ist im Laufe seines Lebens von einer Depression betroffen, so die aktuellen Zahlen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Eine solche Häufigkeit erschreckt, nicht wahr? Umso wichtiger ist es, dass Sie über gute Instrumente verfügen, um zielgerichtet zu unterstützen.
Bei Pflegekunden mit einer bekannten Depression legen Sie den Fokus im Wohnbereichsalltag auf eine gute Krankenbeobachtung. Verschlimmern sich die Symptome? Ist die regelmäßige Medikamentenversorgung sichergestellt, und vor allem: Nimmt der Pflegekunde seine Medikamente regelmäßig und gemäß ärztlicher Anordnung ein? Werden die Medikamente regelmäßig auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft und ihre Gabe an den individuellen Bedarf angepasst? Das sind die Schwerpunkte für Sie und Ihre Pflegefachkräfte.
Anders sieht es bei den Bewohnern aus, bei denen sich eine Depression erst nach dem Einzug entwickelt hat oder diese bisher noch nicht diagnostiziert wurde. Wenn Sie einen Anfangsverdacht haben, dass ein Pflegekunde unter einer Depression leiden könnte, dann stellen Sie sich zur Verifizierung folgende Fragen:
- Zeigt der Bewohner Symptome wie Schlaf-, Appetit- und Konzentrationsstörungen?
- Zeigt er ein Gefühl tiefer Hoffnungslosigkeit?
- Betrifft das alle Lebensbereiche und hält es mindestens 2 Wochen lang an?
- Können alltägliche Aufgaben wie die persönliche Körperpflege, die Zubereitung von Essen u. Ä. nur noch schwer bewältigt werden?
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