Professionelle Pflege bei Demenz

Vermeiden Sie mit O-DEM falsche Demenz-Testsbei Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen

Seit Jahrzehnten sind psychometrische Tests wie etwa der Mini-Mental-Status-Test in Medizin und Pflege etabliert. Mittels der gestellten Aufgaben werden verschiedene Bereiche der Kognition geprüft und Beeinträchtigungen festgestellt. Ab einem gewissen […]

Jochen Gust

24.06.2024 · 4 Min Lesezeit

Seit Jahrzehnten sind psychometrische Tests wie etwa der Mini-Mental-Status-Test in Medizin und Pflege etabliert. Mittels der gestellten Aufgaben werden verschiedene Bereiche der Kognition geprüft und Beeinträchtigungen festgestellt. Ab einem gewissen Punktwert gilt eine Demenz als wahrscheinlich. Doch die meisten dieser Tests sind fehleranfällig: Sie nehmen keine Rücksicht auf Seh- oder Hörbeeinträchtigungen bei den Testpersonen. Das Resultat sind falsche Testergebnisse, abgebrochene Tests oder willkürliche Einschätzungen der Anwender. Das darf und muss nicht sein.

Seh- und Hörbeeinträchtigungen sind im Alter häufig

Nach Zahlen des Deutschen Schwerhörigenbundes sind mehr als 50 % der über 70-Jährigen hörbeeinträchtigt. Exakte Zahlen, wie häufig Sehbehinderungen auftreten, gibt es für Deutschland nicht. Denn es gibt schlicht keine „Zählstelle“ dafür. Eigentlich unglaublich für ein modernes Land mit unserer Demografie. Auf Deutschland umgelegte Zahlen der WHO gehen von 1,5 Mio. Betroffenen aus.

Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 16 % aller Demenztestungen falsch-positive Ergebnisse liefern – weil Sehkraft und Hörfähigkeit unberücksichtigt bleiben.

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