Es gibt für uns Pflegefachkräfte wohl nur wenige Herausforderungen, die größer sind, als Schmerzen bei demenzerkrankten Pflegekunden zu erkennen, nicht wahr? Führen Sie deshalb Ihre Auszubildenden nach und nach an dieses wichtige Thema heran. Am Ende der 3-jährigen Ausbildung sollten sie
- die Instrumente zur Schmerzeinschätzung kennen,
- sich der Schwierigkeit bewusst sein, Schmerzen bei kognitiv eingeschränkten Menschen zu erkennen,
- gelernt haben, wie sie eventuelle Schmerzzustände über die Mimik und Gestik bzw. nonverbale Äußerungen erkennen, und
- sowohl nicht medikamentöse als auch medikamentöse Maßnahmen zur Linderung anwenden können.
In der heutigen Praxisanleitung stelle ich Ihnen vor, wie Sie Ihren Azubi vor allem im Punkt „Schmerzen wahrnehmen und einschätzen können“ stärken. Sinnvoll ist es immer, mit einem Beispiel aus dem Arbeitsalltag einzusteigen. Stellen Sie Ihrem Lernenden deshalb im 1. Schritt Frau Dorfner vor.
Ihr Praxisbeispiel für den Einstieg: Frau Dorfner leidet still
Die Pflegekundin Frau Dorfner ist 86 Jahre alt und seit mehreren Jahren pflegebedürftig. Sie hat diverse körperliche Gebrechen und nun wurde auch noch eine Demenz im Anfangsstadium diagnostiziert. Sie wird zu Hause von ihrer Schwiegertochter versorgt, morgens und abends kommt zusätzlich der ambulante Pflegedienst und unterstützt bei der Grundpflege.

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Jede Ausgabe bietet Ihnen Umsetzungshilfen und Handlungsempfehlungen zu allen aktuellen, ausbildungsrelevanten Inhalten, Tipps zur Organisation der Ausbildung sowie zur erfolgreichen Motivation und Führung ihrer Azubis.