An demenzielle Veränderungen Ihrer Bewohner sind Ihre Pflegekräfte gewöhnt. Sie haben gelernt, zu validieren und den Bewohner in seiner Realität zu belassen. Im Umgang mit Wahnideen sind andere Interventionen gefragt.
In diesen Fällen sollten Ihre Pflegekräfte den Realitätsbezug aufrechterhalten. Nutzen Sie das folgende Beispiel, um Ihren Mitarbeitern das Thema „Wahnideen“ näherzubringen.
PRAXISBEISPIEL: Mitten in der Nacht hatte unsere Bewohnerin Frau Klose ihren schweren Sekretär vor ihre Zimmertür geschoben, sodass die Nachtwache das Zimmer zunächst nicht betreten konnte. Als sie endlich im Zimmer stand, sagte Frau Klose: „Lassen Sie das Licht aus. Sonst sehen uns die da draußen noch.“ Sie erklärte, dass sie unter der Beobachtung einiger Männer stünde. Diese hätten ihre Beobachtungsposten auf dem Parkplatz bezogen.
EIN WAHN IST EINE DENKSTÖRUNG
Wahnhafte Gedanken zählen zu den inhaltlichen Denkstörungen. Es handelt sich hierbei um eine Fehlwahrnehmung und eine Überzeugung, die unlogisch ist und bestätigten Regeln widerspricht. Außerdem hält der Betroffene daran fest, obwohl die Personen in seiner Umgebung ihm das Gegenteil stichhaltig und nachvollziehbar beweisen. Die persönliche Gewissheit ist so stark, dass die Person rational nicht mehr zugänglich ist.
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