FRAGEN AUS DEM ARBEITSALLTAG

„Was ist unter der PRISCUS-Liste zu verstehen?“

FRAGE„Als ich mich letztens mit unserer Apothekerin unterhielt, erwähnte sie im Gespräch ganz selbstverständlich die PRISCUS-Liste. Ich wollte nicht nachfragen, weil ich mir dumm vorkam, aber von der Liste habe […]

Nicole Ott

27.08.2024 · 1 Min Lesezeit

FRAGE

„Als ich mich letztens mit unserer Apothekerin unterhielt, erwähnte sie im Gespräch ganz selbstverständlich die PRISCUS-Liste. Ich wollte nicht nachfragen, weil ich mir dumm vorkam, aber von der Liste habe ich noch nie gehört. Was steckt denn da dahinter?“

ANTWORT

Machen Sie sich keine Gedanken, auch als PDL kann man nicht alles wissen. In der PRISCUS-Liste werden Medikamente aufgeführt, deren Wirkstoffe für ältere Menschen potenziell ungeeignet sind. Wichtig zu wissen: Ein Medikament, das dort aufgeführt und verordnet ist, KANN Probleme bei Ihrem Bewohner machen, MUSS es aber nicht. Die Gabe eines solchen Medikaments sollte dann immer mit dem Arzt besprochen werden.

Verweisen Sie dann ruhig auf die PRISCUS-Liste, denn dort werden auch mögliche Alternativen genannt. Der Arzt kann die Liste also auch als Nachschlagewerk nutzen, um bei einer eventuellen Unverträglichkeit ein anderes geeignetes Arzneimittel zu finden.

Und wie erkennen Sie unerwünschte Nebenwirkungen bestmöglich? Den definitiven Zusammenhang mit einem Medikament wissen Sie natürlich erst dann sicher, wenn es abgesetzt wurde und die entsprechenden Beschwerden bei Ihrem Bewohner verschwinden. Es gibt aber einige Symptome, die als typische Medikamentenunverträglichkeiten gelten, z. B.: vermehrte Stürze, Verwirrung oder Übelkeit. Tragen Sie Ihren Mitarbeitern auf, Pflegekunden hinsichtlich dieser Symptome genau zu beobachten, wenn ein neues Medikament verordnet wurde. Zeigt der Bewohner dann bestimmte Auffälligkeiten, dann ist es Zeit für eine Rücksprache mit dem Arzt.

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