„Aua!“ Im hektischen Berufsalltag ist es geschehen: Ein Auszubildender hat sich an einer gebrauchten Kanüle verletzt. Nadelstichverletzungen gehören zu den häufigsten Unfällen in der Pflege. Laut Schätzungen kommt es zu rund 50.000 Fällen pro Jahr, die Dunkelziffer nicht gemeldeter Vorfälle ist noch deutlich höher. Für Sie als Pflegefachkraft bedeutet ein solches Szenario eine besondere Verantwortung: Sie sind oft die erste Ansprechperson und müssen Sofortmaßnahmen treffen sowie weitere Schritte einleiten.
Schnelles Handeln ist das
A und O Die Verletzung selbst ist meist harmlos. Das Hauptrisiko bei Nadelstichverletzungen liegt in einer möglichen Ansteckung mit Krankheitserregern wie Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV.
Wichtig:
Wichtig ist schnelles Handeln. Je mehr Zeit vergeht, desto höher ist das Infektionsrisiko. Besonders bei einer möglichen HIV-Infektion sollten prophylaktische Maßnahmen (Postexpositionsprophylaxe) möglichst innerhalb von zwei Stunden vorgenommen werden.
Ihre besondere Rolle als Pflegefachkraft
Als Pflegefachkraft treffen Sie die Entscheidungen, d. h., auch wenn Sie nicht selbst betroffen sind, tragen Sie die Verantwortung für ein strukturiertes Vorgehen und die Betroffenen wenden sich Hilfe suchend an Sie, um Orientierung zu erhalten. In solchen Ausnahmesituationen sind Kollegen häufig unsicher und für klare Anweisungen dankbar.
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