Neues vom MD

Was Sie wirklich im Rahmen der Betreuung dokumentieren müssen

Mir fällt zunehmend auf, dass wir in puncto Dokumentation ein bisschen den Stellenwert der sozialen Beziehungen, Biografie und Beschäftigungsvorlieben vergessen haben. Geht Ihnen das auch so? Jahrelang haben wir uns […]

Sandra Herrgesell

14.04.2025 · 6 Min Lesezeit

Mir fällt zunehmend auf, dass wir in puncto Dokumentation ein bisschen den Stellenwert der sozialen Beziehungen, Biografie und Beschäftigungsvorlieben vergessen haben. Geht Ihnen das auch so? Jahrelang haben wir uns nun angestrengt, um gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden die Dokumentation pflegefachlicher Themen zu verbessern. Aus meiner Sicht ist die Dokumentation der Themen der Betreuung ein bisschen in den toten Winkel geraten. Für eine gelingende Betreuung ist auch ein Mindestmaß an biografischer Information wichtig, die auch dokumentiert sein sollte – hier ist aus meiner Sicht etwas der Entbürokratisierung zum Opfer gefallen.

Das sagt die Gerüchteküche zur Dokumentation der Betreuung

Da ich immer wieder in der Praxis höre: „Das hat uns aber der Medizinische Dienst gesagt“, gucke ich jetzt immer alles genau nach, z. B. in den Qualitäts-Prüfungsrichtlinien. Erstens gibt es nicht „den Medizinischen Dienst“, sondern einzelne Prüfer, und 2. sind diese Menschen wie Sie und ich mit unterschiedlichen Interpretationen von Regelwerken. Aus diesen Interpretationen und der stillen Post in unseren Unternehmen entstehen nicht selten Gerüchte darüber, was alles zu tun und zu unterlassen ist, z. B.:

  • Betreuungskräfte oder Mitarbeitende des Sozialdienstes dürfen in der Informationssammlung nicht dokumentieren – dies ist ausschließlich Aufgabe der Bezugspflegenden.
  • Jeden Tag muss etwas zum Wohlbefinden eingetragen werden.
  • Integrationsgespräche dürfen nur Betreuungskräfte führen.
  • Biografiebögen „müssen“ nicht mehr geführt werden oder „müssen“ geführt werden.

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