Aktuelle Leserfragen aus der Pflege

„Was sind sinnvolle Maßnahmen zur Aspirationsprophylaxe?“

Frage: „Viele unserer aktuellen Pflegekunden haben sich im Laufe der letzten Monate von ihrem Ausmaß an Pflegebedürftigkeit her verschlechtert. Unter anderem können einige zu Pflegende nicht mehr so gut schlucken […]

Nicole Ott

12.02.2025 · 1 Min Lesezeit

Frage: „Viele unserer aktuellen Pflegekunden haben sich im Laufe der letzten Monate von ihrem Ausmaß an Pflegebedürftigkeit her verschlechtert. Unter anderem können einige zu Pflegende nicht mehr so gut schlucken und haben mittlerweile eine erhöhte Aspirationsgefahr. Was sollten wir im Alltag beachten?“

Antwort: Ich empfehle Ihnen, insbesondere Ihre Assistenz- und Hilfskräfte über die angemessenen Maßnahmen zu informieren und zu deren Umsetzung anzuleiten. Eine gute Aspirationsprophylaxe kann nämlich nur erfolgreich sein, wenn alle Kollegen nach denselben Richtlinien arbeiten und gewisse Grundsätze beachten. Das sind vor allem:

  • konsequente Oberkörperhochpositionierung, auch beim Trinken
  • gefährdete Pflegekunden während der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme beaufsichtigen, um ein schnelles Eingreifen bei Verschlucken zu gewährleisten
  • Angehörige, die das Anreichen übernehmen möchten, entsprechend anleiten
  • den zu Pflegenden beim Essen und Trinken nicht hetzen oder unter Druck setzen, sondern Zeit geben
  • bevorzugte Kostform: passierte Nahrung, angedickte Getränke
  • Mundpflege konsequent nach jedem Essen und nach jedem größeren Getränk
  • bei Pflegekunden mit einer hohen Aspirationsgefahr ein Absauggerät für den Notfall bereithalten
  • Vorlieben und Abneigungen beachten, die Sie z. B. über eine gezielte Erhebung der Essbiografie herausfinden können.

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