In den 1970er-Jahren war das Sterbephasenmodell nach Elisabeth Kübler-Ross in aller Munde. Schnell wurde es in der Form verallgemeinert, dass Folgendes abgeleitet wurde: Die meisten Menschen sterben in fünf Phasen. Erst viel später wurde dann von wissenschaftlicher Seite überprüft, ob dieses Modell empirisch überhaupt haltbar ist. Hier zeigte sich dann in später durchgeführten seriösen Studien, dass es ein Sterben in fünf Phasen so nicht gibt. Aktuell gehen wir von der Faustformel aus: Wie gelebt – so gestorben!
Sterben ist sehr individuell
Der Vorteil von Sterbephasen-Modellen wäre, dass Begleiter den Prozess des Sterbens vorherbestimmen könnten. In diesem Wunsch zeigt sich also das Bedürfnis der begleitenden Teams nach Beherrschbarkeit eines sehr individuellen Prozesses.
Dieser Wunsch geht leider nicht auf, denn es zeigt sich, dass es keine typischen Verläufe gibt und das Sterben individuell gestaltet werden muss. Der Sterbeforscher Andreas Heller hat das einmal auf folgende Prämisse verdichtet:
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