Erfolgreiche Kommunikation mit Pflegekunden und Angehörigen

Wenn Angehörige Unmögliches verlangen

Mitunter fordern Zugehörige Maßnahmen ein, die pflegefachlich nicht vertretbar oder rechtlich nicht zulässig sind. Überbordende Fürsorge trifft dann auf Ihre professionelle Verantwortung. In solchen Situationen kommt es auf das richtige […]

Bernd Hoffmann

14.01.2026 · 2 Min Lesezeit

Mitunter fordern Zugehörige Maßnahmen ein, die pflegefachlich nicht vertretbar oder rechtlich nicht zulässig sind. Überbordende Fürsorge trifft dann auf Ihre professionelle Verantwortung. In solchen Situationen kommt es auf das richtige Kommunikationsgeschick an, ob Verständnis oder ein Konflikt hieraus erwachsen. Wir geben Ihnen Tipps – für den ambulanten und den stationären Bereich!

Gefühlswirrwarr führt zu überzogenen Forderungen

Angehörige tragen oft große Schuldgefühle in sich, die sich wiederum in überzogenen und oftmals nicht erfüllbaren Forderungen gegenüber den Pflegekräften ausdrücken. Gerade wenn der Pflegekunde selbst lange Zeit im häuslichen Bereich gepflegt wurde, „weiß man ja am besten, was richtig und wichtig für ihn ist“. Unsicherheiten und fehlende Kenntnisse über die Aufgaben der Pflege tun ihr Übriges. Oftmals ist den Anverwandten schlicht nicht klar, was Pflegekräfte tun dürfen und was rechtlich verboten ist.

Fallbeispiel: Die Pflegekraft Julia Otterbach betreut ambulant einen Pflegekunden nach einem Schlaganfall. Er möchte unbedingt ein paar Schritte gehen. Sein Gang ist unsicher, aber mit Unterstützung ist dies möglich. Die Ehefrau fordert: „Bitte lassen Sie ihn sitzen! Er soll nicht schon wieder stürzen.“ Die Pflegekraft erklärt, dass eine regelmäßige Mobilisation wichtig ist, um Folgeschäden und weiteren Kraftverlust zu vermeiden. Gemeinsam wird eine kurze Geh-Übung mit dem zu Pflegenden durchgeführt.

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