Am 20.06.2024 erschien die Dokumentation „Eternal you“ im Kino. Die Regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck sind darin der neuen digitalen Unsterblichkeit auf der Spur. Sprechen mit den Toten ist heutzutage möglich. Aber ist es auch ethisch vertretbar? Was denken Sie?
Künstliche Intelligenz (KI) macht unseren Alltag leichter. So profitieren Pflege-und Betreuungskräfte z. B. von Systemen, die die Pflegedokumentation auf Knopfdruck erledigen. Mit Spracherkennung können Haustüren geöffnet werden und in Smarthomes kann aus Tausenden von Kilometern Entfernung die Waschmaschine oder die Heizung angestellt werden. Apps können Stürze frühzeitig erkennen und die Vitalzeichen Ihrer Bewohner lesen und dokumentieren. Die Digitalisierung ist voll im Gange und überall zu finden. Die technischen Möglichkeiten sind heute sehr vielfältig. Aber mit Toten kommunizieren? Geht das nicht langsam zu weit?
SO GEHEN UNTERNEHMEN VOR
Um einen individuellen Chatbot zu erstellen, benötigt es Unmengen an Daten der verstorbenen Person. Dies können E-Mails, Textnachrichten, Social-Media-Beiträge, Fotos, Videos und andere digitale Interaktionen sein. Diese Daten dienen als Grundlage, um die Persönlichkeit, den Sprachstil und die Kommunikationsmuster der Person zu erfassen. Mithilfe von maschinellem Lernen und natürlichen Sprachverarbeitungsalgorithmen wird die KI trainiert, um die gesammelten Daten zu analysieren und daraus ein Modell der verstorbenen Person zu erstellen. Der Chatbot lernt, typische Antworten und Verhaltensweisen zu replizieren, basierend auf den Daten, die er zur Verfügung hat. Nachdem das Modell trainiert wurde, wird ein Chatbot erstellt, der in der Lage ist, mit den Hinterbliebenen zu kommunizieren. Der Chatbot kann auf Fragen und Aussagen reagieren, indem er die Persönlichkeit und den Sprachstil der verstorbenen Person imitiert. Aber nicht nur das. Es ist auch möglich, die verstorbene Person mithilfe einer Virtual-Reality-Brille tatsächlich zu sehen, während man mit ihr spricht.
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