Ich habe als PDL zunehmend das Problem, dass ich meine Mitarbeiter mit Argumenten nicht mehr erreichen kann. Oft kommt es sogar zur Situation, dass in Sitzungen einzelne Mitarbeiter die Augen verdrehen, wenn ich was sage, oder stets dagegenhalten, dass das ja alles nicht umsetzbar sei. Haben Sie einen Tipp, wie ich mit meinen Argumenten besser überzeugen kann? MARCO MERK, STENDAL
REDAKTION
Tatsächlich ist es manchmal gar nicht so einfach, seine Sichtweise mit guten Argumenten unterlegt darzulegen. Ich kann Ihnen aber mehrere Tipps an die Hand geben. Zum einen sollten Sie Ihre Mitarbeiter mit Ihren Argumenten nicht überfallen. Klären Sie, ob aktuell überhaupt eine Gesprächsbereitschaft da ist – oder ob die Mitarbeiter ganz andere Themen „im Kopf“ haben (z. B. die Abdeckung des Dienstplans). Erst wenn eine Gesprächsbereitschaft gegeben ist, können Sie mit Argumenten überhaupt punkten. Benutzen Sie in der Argumentation stets Begriffe, die Ihrem Gegenüber vertraut sind (das ist auch gegenüber Angehörigen wichtig, die keine Fachsprache verstehen). Überreden oder überrumpeln Sie den anderen nicht, sondern versuchen Sie, ihn mit ins Boot zu holen. Außerdem ist es hilfreich, mit Beispielen zu argumentieren. Sammeln Sie im Alltag Themen, die Ihre Argumente stärken. Außerdem ist weniger oft mehr: also lieber weniger, aber überzeugende Argumente. Außerdem sollten Sie stets Ihre Argumentation strukturieren. Je einfacher Ihre Struktur, desto besser kann Ihr Mitarbeiter Ihnen folgen (z. B. 1. … 2. … 3. …). Versuchen Sie nicht, auf Biegen und Brechen recht zu bekommen, sondern akzeptieren Sie auch Gegenpositionen. Seien Sie sich aber des Ziels bewusst, das Sie erreichen möchten.
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