Aktuelle Leserfragen aus der Pflege

Wie können wir das Nachrichten von Medikamenten sicherstellen?

Frage: Immer wieder kommt es bei uns im Pflegeheim vor, dass Medikamente der Bewohner nicht zeitnah nachgerichtet werden. Entweder geht die Lieferung unter, weil wir mit Fachaufsichten arbeiten und gerade […]

Nicole Ott

15.06.2026 · 1 Min Lesezeit

Frage: Immer wieder kommt es bei uns im Pflegeheim vor, dass Medikamente der Bewohner nicht zeitnah nachgerichtet werden. Entweder geht die Lieferung unter, weil wir mit Fachaufsichten arbeiten und gerade keine Pflegefachkraft darauf achten kann. Oder es fehlt an der nötigen Informationsweiterleitung. Wie können wir das verbessern?

Antwort: Was halten Sie von diesen beiden Ideen:

  • Lösung 1: Zettel in die Medikamentenbox: Die Pflegefachkraft (PFK), der auffällt, dass ein Medikament fehlt oder noch neu gerichtet werden muss, legt einen händischen Zettel in den Dispenser ein, aus dem die Tabletten für den Folgetag bereitgestellt werden. Das hat den Vorteil, dass dieser Zettel wirklich gesehen wird, spätestens am Folgetag. Die PFK, die die Tabletten dann umstellt, muss reagieren und nachstellen oder nachhaken. So ist die Verantwortungskette klar geregelt.
  • Lösung 2: Formular an den Medikamentenschrank: Lassen Sie sich von Ihrem QM oder Ihrer Verwaltung ein separates Formular zum Nachrichten von Medikamenten erstellen. Dieses legen Sie in eine Folie ein und kleben es so am Arzneimittelschrank im Dienstzimmer fest, dass man es immer herausziehen kann. Jede Pflegefachkraft, der auffällt, was noch gerichtet werden muss, trägt den Namen des Pflegekunden, den Namen des Medikaments und den Verabreichungsrhythmus dort ein (z. B. 1–0–1 für Verabreichen morgens und abends). Genauso ist jede Pflegefachkraft beim Dienstantritt verpflichtet, einen kurzen Blick auf das Formular zu werfen. Das kann man ablauftechnisch z. B. gut mit dem Ausschließen von BtM verknüpfen.

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