„Auf meinem Wohnbereich ziehen auch öfters mal Bewohner ein, die noch recht fit sind. Wir haben dann manchmal das Problem, dass wir nicht einschätzen können, ob wir den neuen zu Pflegenden im Bereich der Kontinenzprophylaxe unterstützen sollen. Gerade, wenn der Bewohner noch selbst zur Toilette geht, ist es nicht einfach herauszufinden, ob bereits eine leichte Inkontinenz vorliegt oder nicht. Was können wir machen?“ (Torben O., Hannover)
Meine Antwort: Das Risiko der Inkontinenz sollten Ihre Fachkräfte und Sie im Rahmen der Neuaufnahme genauso bewerten wie z. B. das Risiko für einen Sturz. Nutzen Sie dazu folgende Leitfragen:
- „Verlieren Sie ungewollt Urin?“
- „Verlieren Sie Urin, wenn Sie husten, niesen oder lachen müssen?“
- „Verlieren Sie Urin auf dem Weg zur Toilette?“
- „Tragen Sie Hilfsmittel, um Urin aufzufangen?“
- „Verspüren Sie häufig (starken) Harndrang?“
Wahrscheinlich wird nicht jeder neue Bewohner solche schambesetzten Fragen gern beantworten. Deshalb sollten Sie zusätzlich auf Auffälligkeiten achten, wie z. B. häufige Toilettengänge, Verstecken von verunreinigter Wäsche, unruhiges Verhalten, Stürze, auffälliger Geruch oder Hautveränderungen an den Oberschenkeln/im Intimbereich.
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