Häufig höre ich aus Pflegeeinrichtungen: „Ja, Gesundheitsmanagement haben wir, da geht aber keiner hin. Außerdem sind die Krankenstände immer sehr hoch.“ Gesundheitsmanagement ist nichts, wo Mitarbeitende „hingehen“, z. B. zum jährlichen Gesundheitstag mit Dauerlauf und Blutdruckmessen, sondern ein Bündel aus Maßnahmen, das idealerweise eine Strahlkraft innerhalb der gesamten Organisation entfaltet. Ob das Gesundheitsmanagement sinnvoll ist, sehen Sie über unterschiedliche Methoden.
Kennzahlen – weniger ist mehr
Jede Kennzahl ist nur so gut, wie ihre Interpretation und der Rahmen, in dem die Kennzahl betrachtet wird. Sinnvoll ist es für Sie, Kennzahlen auf 3 Ebenen zu erheben.
- Ergebniskennzahlen
- (Krankenstand/AU-Tage (gesamt + Bereich)
- Arbeitsunfälle
- Fluktuation (optional als indirekter Indikator)
- Überstunden/Mehrarbeit
- Prozesskennzahlen
- Pausenquote
- Dienstplanänderungen kurzfristig
- Hilfsmittelnutzung bei Transfers (Stichprobe)
- Teilnahmequote an Kurztrainings
- BEM-Angebote/Quote (nur formal, keine Inhalte)
- Kennzahlen zur Wahrnehmung (qualitativ)
- Belastungsbarometer monatlich (Skala 1–10)
- „Was hat geholfen? Was nervt noch?“
- Teamklima, Kurzabfragen
- Mitarbeitendenbefragungen
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