Die neuen QPR machen das Fachgespräch zum entscheidenden Moment der Qualitätsprüfung. Die fachlichen Aussagen Ihrer Mitarbeitenden haben jetzt offiziell denselben Wert wie die Dokumentation.
Indem Sie die Reflexion der Pflegefachlichkeit und die Begründung des Handelns mithilfe dieser Fallbeispiele trainieren, nehmen Sie Ihren Mitarbeitenden die Unsicherheit. Das Ergebnis ist eine gestärkte und selbstbewusste Fachkraft.
| Übersicht: | Beispiele für Argumentationsketten | |
| Prüfsituation | Tipp/Training | Erwartete souveräne Antwort der Pflegefachkraft |
| Mobilität (QA 2.1) Der Prüfer sieht bei Frau Müller ein Dekubitusrisiko und fragt nach Positionswechseln | Die PFK sollte aufzeigen, dass die Maßnahme individuell an das BIErgebnis (Modul 1) angepasst ist | „Wir führen nicht starr alle 2 Stunden Positionswechsel bei Frau Müller durch. Ich unterstütze sie gezielt alle 4 Stunden beim Positionswechsel, weil ihre Mobilitätseinschätzung zeigt, dass sie sich regelmäßig selbstständig entlasten kann.“ |
| Verhaltensauffälligkeit (QA 2.4) Der Prüfer fragt, warum die Pflegeplanung keine tägliche Ganzkörperwäsche vorsieht | Die PFK sollte die Verstehenshypothese nutzen, um die Entscheidung zu begründen | „Die tägliche Ganzkörperwäsche wurde reduziert, weil wir festgestellt haben, dass die Maßnahme zu starker Angst und Abwehrverhalten führt. Wir nutzen stattdessen gezielte Teilwäschen und Aromatherapie, um das Wohlbefinden der Klientin zu sichern. Das ist für sie das bessere Ergebnis.“ |
| Schnittstelle Arzt (QA 4.2) Die Medikation wurde vergessen, die PFK begründet dies mit Zeitdruck | Die PFK sollte zeigen, dass das Problem erkannt und die Grenze der Einwirkung dokumentiert wurde | „Das einmalige Vergessen war ein Fehler, den wir intern aufgearbeitet haben. Wichtiger ist, dass wir dem Arzt mitgeteilt haben, dass die Zeitvorgabe für die Gabe der Injektionen nicht praktikabel ist und eine Unterversorgung droht.“ |
| Muster: Selbsteinschätzung zu den neuen QPR | ||||||
| Name PFK: Name Leitung/QMB: Datum: Bitte kreuzen Sie an, wie sicher Sie sich bei der Umsetzung der folgenden Fähigkeiten fühlen. 1 = sehr unsicher/5 = sehr sicher | ||||||
| Fähigkeit | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | Anmerkung |
| 1. Selbsteinschätzung zur Gesprächskompetenz | ||||||
| Begründung der Handlung | o | o | o | o | o | |
| Fachsprache und Klarheit | o | o | o | o | o | |
| Umgang mit Fehlern | o | o | o | o | o | |
| Selbstbewusstes Gegenargumentieren (wenn die eigene Einschätzung abweicht) | o | o | o | o | o | |
| 2. Kenntnis und Anwendung der QPRInhalte | ||||||
| Nutzung der Verstehenshypothese | o | o | o | o | o | |
| Argumentationsfähigkeit bei Grenzen der Einwirkung | o | o | o | o | o | |
| Kann ich beschreiben, wie sich das Wohlbefinden des Klienten verändert hat? | o | o | o | o | o | |
| 3. Bedarfsermittlung und Maßnahmenplan | ||||||
| Was benötige ich konkret von der QMB oder dem Team, um sicherer zu werden? Hilfreiche Trainingsmethode o weitere Rollenspiele in Kleingruppen o individuelles 1:1Training o fachliche Auffrischung zu (Thema eintragen): | ||||||
| Welche QMUnterlagen sind noch unklar? | ||||||
| Wünsche zum Informationsfluss/zur Dokumentation: | ||||||
Testen Sie jetzt „Qualität in der Pflege“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Ihre Qualitätsbeauftragten!
Die professionelle Praxishilfe erleichtert die Einführung, Umsetzung und Überwachung der neuen Qualitätsstandards in der Altenpflege, damit Sie dort Leistung zeigen, wo der MD sein Augenmerk hat.