THEMENHEFT: Update Personalmanagement

Wirtschaftsfaktor Mensch: Warum Fehlzeiten Chefsache sind

Ein hoher Krankenstand wird in vielen Pflegeeinrichtungen noch immer als unvermeidbar hingenommen. Krankheit gehört zum Leben, körperliche und psychische Belastungen sind Teil des Pflegealltags – so die verbreitete Annahme. Tatsächlich […]

Mark Schmolke

08.04.2026 · 2 Min Lesezeit

Ein hoher Krankenstand wird in vielen Pflegeeinrichtungen noch immer als unvermeidbar hingenommen. Krankheit gehört zum Leben, körperliche und psychische Belastungen sind Teil des Pflegealltags – so die verbreitete Annahme. Tatsächlich zeigt die Praxis jedoch: Ein dauerhaft erhöhter Krankenstand ist fast nie Zufall. Er ist vielmehr ein Frühindikator für strukturelle, organisatorische und führungsbezogene Probleme.

Fehlzeiten als strategisches Frühwarnsystem

Steigende Krankheitsquoten liefern wertvolle Hinweise darauf, wo ein System unter Druck gerät. Besonders kritisch ist nicht die einzelne Krankmeldung, sondern die Entwicklung über die Zeit und im Vergleich zwischen Bereichen. Häufen sich Ausfälle in bestimmten Teams, Schichten oder Tätigkeiten, liegt die Ursache meist tiefer.

Wer diese Signale ignoriert, zahlt später doppelt: durch steigende Mehrarbeit, zunehmende Fluktuation, Qualitätsverluste und nicht zuletzt durch erhebliche wirtschaftliche Mehrkosten. Fehlzeitenmanagement ist daher keine Nebenaufgabe, sondern Bestandteil strategischer Führung.

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