Leserfrage

„Wo können wir eine s.c.-Infusion legen?“

„Wir haben in letzter Zeit immer mal wieder Bewohner, die viel zu wenig trinken. Nachdem alle anderen Maßnahmen oft nichts bringen, versuchen wir, zusätzliche Flüssigkeit über subkutane Infusionen zu verabreichen. […]

Nicole Ott

17.09.2024 · 1 Min Lesezeit

„Wir haben in letzter Zeit immer mal wieder Bewohner, die viel zu wenig trinken. Nachdem alle anderen Maßnahmen oft nichts bringen, versuchen wir, zusätzliche Flüssigkeit über subkutane Infusionen zu verabreichen. Allerdings sind meine Fachkräfte und ich uns nicht einig, an welchen Körperstellen man z. B. NaCl s.c. anhängen darf. Können Sie uns weiterhelfen?“ (Mila K., Weißwasser)

Meine Antwort: Eine subkutane Infusionstherapie bei Bewohnern, die aufgrund ihrer Einschränkungen nicht mehr in der Lage sind, ihren Flüssigkeitsbedarf anderweitig zu decken, ist eine sinnvolle Akutmaßnahme in der Altenpflege. Natürlich sollten Ihre Fachkräfte, Sie und der behandelnde Arzt in solchen Fällen vorab immer eine Risiko-Nutzen-Abwägung durchführen.

Bezüglich der geeigneten Körperstellen ist der individuelle Zustand eines Bewohners entscheidend. Generell kann man sagen: Alle Körperbereiche mit einer ausgeprägten Unterhaut sind für die subkutane Applikation geeignet. Das sind im Detail:

  • Vordere Bauchdecke
  • Schulter-Nacken-Bereich
  • Unterhalb des Schlüsselbeins
  • Vorderseiten der Oberarme
  • Vorderseiten der Oberschenkel

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