So wird Ihre Einrichtung mit QM „ergonomischer“

Zahlen, Daten, Fakten: Ergonomie ist kein Nebenthema

Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören seit Jahren zu den wichtigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten in Deutschland. Aktuelle Krankenkassendaten zeigen: Muskel- und Skelett-Erkrankungen verursachten 2024 fast jeden 5. Arbeitsunfähigkeitstag. Der AOK-Fehlzeiten-Report nennt […]

Sandra Herrgesell

13.07.2026 · 1 Min Lesezeit

Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören seit Jahren zu den wichtigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten in Deutschland. Aktuelle Krankenkassendaten zeigen: Muskel- und Skelett-Erkrankungen verursachten 2024 fast jeden 5. Arbeitsunfähigkeitstag. Der AOK-Fehlzeiten-Report nennt einen Anteil von 19,8 Prozent an allen AU-Tagen; beim BKK-Dachverband lag der Anteil 2024 sogar bei 20,3 Prozent. Auch die Techniker Krankenkasse weist Rückenschmerzen als besonders relevante Einzeldiagnose aus: Allein auf die Diagnose M54 „Rückenschmerzen“ entfielen im TK-Gesundheitsreport 2024 84 Fehltage je 100 Versichertenjahre – das entspricht 4,3 Prozent aller Fehlzeiten.

Wie steht es bei der Rückengesundheit um die Pflege?

Für die Pflege ist diese Entwicklung besonders bedeutsam. Pflegekräfte sind körperlich stark belastet: häufiges Beugen, Drehen, Heben, Umbetten, Mobilisieren und Arbeiten unter Zeitdruck gehören zum Alltag. Die BGW beschreibt das manuelle Bewegen von Pflegekunden als Tätigkeit mit hoher mechanischer Belastung, insbesondere für den unteren Rücken. Der Vergleich mit anderen Berufsgruppen zeigt die besondere Belastung deutlich. Laut aktueller TK-Auswertung waren Pflegekräfte im Jahr 2025 bundesweit durchschnittlich 27,8 Tage arbeitsunfähig, während der Durchschnitt aller Berufstätigen bei 17,7 Tagen lag. Altenpflegekräfte waren besonders betroffen: Sie kamen 2025 auf 32,7 Fehltage, Krankenpflegekräfte auf 25,8 Fehltage.

Wie wirken Hilfsmittel?

Die Bedeutung von Hilfsmitteln wird vielfach unterschätzt. Schon im Rahmen einer von 20032010 laufenden Studie hat das Leibniz-Institut  für  Arbeitsforschung  an der  Technischen  Universität  Dortmund (ifADo) eindrucksvoll nachgewiesen, dass durch Hilfsmittel optimierte pflegerische Handlungen die Belastung der Wirbelsäule der Pflegepersonen drastisch mindern. Der Druck auf die Lendenwirbelsäule, z. B. beim Bewegen eines Pflegekunden Richtung  Kopfseite,  ist  mit  Hilfsmitteln  um mehr als 2/3 geringer, als wenn wir klassisch „auf 3!“ jemanden nach oben bewegen.

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