Menschen in stationären Einrichtungen und Tagespflegen haben vielfältige Bedürfnisse. Gleichzeitig begegnen Sie als Betreuungskraft auch den Wünschen, Erwartungen und manchmal Sorgen der An und Zugehörigen. Viele dieser Anliegen sind berechtigt und wichtig – andere gehen jedoch über Ihre Möglichkeiten, Zuständigkeiten oder die realistischen Rahmenbedingungen hinaus. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit entstehen dadurch Spannungsfelder, die Sie professionell und wertschätzend gestalten müssen.
Grenzen zu setzen, bedeutet dabei keineswegs, Angehörige zu verlieren oder Beziehungen zu belasten. Im Gegenteil: Klarheit schafft Vertrauen und trägt dazu bei, dass alle Beteiligten – Personen, Kunden und Klienten ebenso wie deren Angehörige – sich sicher und verstanden fühlen.
Zwischen Fürsorge und Überforderung
Betreuungskräfte stehen häufig zwischen mehreren Fronten: den menschlichen Bedürfnissen der Klienten, organisatorischen Vorgaben der Einrichtung und den Erwartungen der Angehörigen. Viele Angehörige wünschen sich, dass „noch ein bisschen mehr“ getan wird – mehr Zeit, mehr Zuwendung, mehr individuelle Angebote. Für Sie als Betreuungskraft kann das jedoch schnell zur Überforderung führen.
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