TITELTHEMA: ZWISCHEN WUT UND VERZWEIFLUNG

Zwischen Wut und Verzweiflung – wie wir als Pflegekräfte dennoch helfen können

Als Pflegekraft müssen Sie sich täglich mit den unterschiedlichsten Emotionen Ihrer Pflegekunden auseinandersetzen. Wut ist eine davon, und sie ist eine der größten Herausforderungen in Ihrem Arbeitsalltag. Doch was ist […]

Michaela Funk

24.03.2025 · 5 Min Lesezeit

Als Pflegekraft müssen Sie sich täglich mit den unterschiedlichsten Emotionen Ihrer Pflegekunden auseinandersetzen. Wut ist eine davon, und sie ist eine der größten Herausforderungen in Ihrem Arbeitsalltag. Doch was ist Wut überhaupt und wie gehen Sie professionell mit ihr um?

Wut – was ist das eigentlich?

Wut ist eine der stärksten emotionalen Reaktionen auf empfundene Ungerechtigkeit, Frustration oder Hilflosigkeit. Sie ist in der Regel stärker als bloßer Ärger. Wut kann sich sehr unterschiedlich äußern, von gereizter Unruhe bis hin zu echter Aggression. Manche Menschen erleben auch regelrechte Wutausbrüche. In der Palliativpflege, in der Ihre Pflegekunden und deren Angehörigen mit schwerwiegenden Diagnosen, Verlustängsten und der Endlichkeit des Lebens konfrontiert sind, ist Wut eine häufige Reaktion.

Sie kann bewusst als auch unbewusst auftreten und richtet leider auch oft gegen Sie als Pflegende. Wut ist jedoch nicht per se negativ. Sie kann helfen, Emotionen zu verarbeiten und auf Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Problematisch wird sie, wenn sie zerstörerisch ausgelebt oder aber unterdrückt wird, was zu psychischen und physischen Belastungen für Ihren Pflegebedürftigen und auch das soziale Umfeld führen kann.

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