Unseren Pflegenden wird heute viel abverlangt, insbesondere den Pflegefachpersonen. Eine ganze Tour fahren – womöglich mit komplexen Krankheitsbildern oder Behandlungspflege. Eine Schicht wuppen mit allem, was dazugehört – inklusive der Kommunikation mit den Ärzten und dem Medikamentenmanagement. Das überfordert viele und führt leider in der Praxis zu einer Kluft zwischen denen, die Pflegeprozesse komplex steuern können, und denen, die oft bei gleicher formaler Qualifikation diese Herausforderung nicht bewältigen. Im stationären Bereich bringt insbesondere das neue Verfahren zur Personalbemessung mit den Qualifikationsniveaus hier Unterschiede zum Vorschein. Eine Reflexion vorhandener und zu entwickelnder Kompetenzen von der Einstellung bis zur Entlassung kann dabei helfen, den roten Faden und den Bezug zum Ziel der beruflichen Handlungskompetenz nicht aus den Augen zu verlieren.
Arbeiten Sie mit einer Kompetenzeinschätzung
Das Muster der Kompetenzeinschätzung können Sie nutzen, um Pflegefachpersonen grundsätzlich zu beurteilen, z. B. während der Einarbeitung. Gleichzeitig können Sie über Gespräche Maßnahmen ableiten, um die Kompetenzen stetig weiterzuentwickeln.
HINWEIS
Arbeiten Sie mit einer Selbst- und einer Fremdeinschätzung. Lassen Sie die Mitarbeitenden grundsätzlich mit dem Bogen eine Selbsteinschätzung vornehmen und führen Sie bzw. die Vorgesetzten eine eigene Einschätzung durch. Diese gleichen Sie dann im Gespräch ab.
Entwicklungsthemen für Pflegefachpersonen
Immer mehr bringt uns der Fachkräftemangel in die Situation, dass wir differenzieren müssen, welche Aufgaben durch Fachpersonen und welche durch Helfende zu erbringen sind. Das führt nicht nur dazu, dass diejenigen Fachkräfte, die ihrer formalen Qualifikation eigentlich nicht gerecht werden, Farbe bekennen müssen. Es führt vielfach auch zu Konflikten in den Teams. Personen mit Helferausbildung fühlen sich plötzlich degradiert, während sich Fachpersonal mit der Leitung einer Schicht, oft noch über mehrere Wohnbereiche hinweg, schlichtweg überfordert fühlt. Ein gezieltes Arbeiten an den Teilkompetenzen, z. B. mit dem Muster, kann hier helfen. Auf diese Weise kommen Sie Schritt für Schritt dazu, Mitarbeitende ihren formalen Qualifikationen entsprechend einzusetzen und die dafür erforderlichen Kompetenzen aufzubauen.
Testen Sie jetzt „Qualität in der Pflege“ und profitieren Sie von einer maßgeschneiderte Unterstützung für Ihre Qualitätsbeauftragten!
Die professionelle Praxishilfe erleichtert die Einführung, Umsetzung und Überwachung der neuen Qualitätsstandards in der Altenpflege, damit Sie dort Leistung zeigen, wo der MD sein Augenmerk hat.