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Wie gut fördert Ihr Fortbildungssystem die berufliche Handlungskompetenz?

Fort- und Weiterbildung ist das A und O, wenn wir uns als Pflegebranche professionell zeigen und unsere Pflegekunden mit guter Qualität versorgen möchten. Neben gesetzlichen Auflagen zur Pflichtschulung haben wir […]

Sandra Herrgesell

01.12.2024 · 1 Min Lesezeit

Fort- und Weiterbildung ist das A und O, wenn wir uns als Pflegebranche professionell zeigen und unsere Pflegekunden mit guter Qualität versorgen möchten. Neben gesetzlichen Auflagen zur Pflichtschulung haben wir dabei eigene Bedarfe und Anforderungen, die in unsere Fort- und Weiterbildungen einfließen. Zielsetzung aller Bildung ist immer die Entwicklung oder Erweiterung der beruflichen Handlungskompetenz, die auch das Pflegeberufegesetz vorsieht. Ein ausgewogener Mix aus diesen Kompetenzen soll Pflegende zu professioneller Arbeit befähigen. Die berufliche Handlungskompetenz besteht aus den folgenden Teilkompetenzen:

  • Fachkompetenz (FaK): Diese Kompetenz umfasst das fachliche Wissen. Es wird erworben durch Fortbildung, das Lesen von Fachliteratur, durch Diskussionen im interdisziplinären Team und das Lernen von Experten. Im Bereich der FaK sehe ich große Lücken in Bezug auf die Kenntnisse zu speziellen Krankheitsbildern und daraus resultierendem pflegerischem Bedarf sowie eine erforderliche Beobachtung des Gesundheitszustands.
  • Selbstkompetenz (SeK): Diese Kompetenz umfasst die Fähigkeit, das eigene Handeln zu hinterfragen, sich selber Ziele zu setzen und auf diese hinzuarbeiten. Die SeK ist auch besonders wichtig, um sich der eigenen Rolle im beruflichen Kontext und im Team bewusst zu sein.
  • Sozialkompetenz (SoK): Sie umfasst die Fähigkeit, mit anderen zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten sowie Kompromisse zu finden und im Bedarfsfall Konflikte zu bearbeiten. Insbesondere die Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen, hat durch die angespannten letzten Jahre eine besondere Bedeutung erlangt.
  • Methodenkompetenz (MeK): Sie zielt auf die Fähigkeit ab, methodisches Wissen anzuwenden, z. B. zum Absaugen, jedoch auch zur Anwendung des Pflegeprozesses, denn auch dieser ist mit seinen ineinandergreifenden Schritten letztlich eine Methode. Die Praxis zeigt, dass eine vollständige Handlung (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung) nicht mehr von allen Pflegefachpersonen strukturiert umgesetzt werden kann.

Nutzen Sie doch einmal die Checkliste, um zu schauen, welche Kriterien in Bezug auf eine kompetenzfördernde Fortbildungsorganisation bei Ihnen erfüllt sein sollten. Darüber hinaus zeigt die Checkliste, welche Teilkompetenzen mit dem Kriterium insbesondere gefördert werden. Grundsätzlich ist jedoch zu sagen, dass alle Kriterien die berufliche Handlungskompetenz mehr oder weniger fördern.

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